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Dispersionsbeschichtungen

Allgemeines

Die Dispersionsbeschichtung ist ein nasses Verfahren, bei dem der Beschichtungswerkstoff als Dispersion (fest in flüssig) in einem Lösungsmittel fein verteilt ist. Diese Mischung wird mittels Pressluft zu einem Nebel zerstäubt und auf das Werkstück gesprayt.

Verfahrensbeschreibung

Der Beschichtungsauftrag gliedert sich in die Verfahrensschritte:

  • Vorbehandlung des Werkstücks
  • Auftrag der Beschichtung (nass)
  • Trocknen
  • Einsintern

Vorbehandlung des Werkstücks

Um eine ausreichende Haftung auf dem Untergrund zu erreichen, müssen die zu beschichtenden Flächen vorbehandelt werden. Dazu wird das Werkstück zunächst entfettet. Zur Anwendung kommen hierbei organische Lösungsmittel oder das Abbrennen bei Temperaturen von ca. 400 °C. In einem weiteren Schritt werden die Werkstücke mechanisch durch Sandstrahlen gereinigt und aufgerauht. Die Verankerung der Beschichtung auf der Werkstückoberfläche kann durch das Aufbringen eines Haftvermittlers (Primers) verbessert werden.

Auftrag der Beschichtung (nass)

Der Beschichtungsstoff wird gleichmäßig aufgebracht. Die Schichtdicke richtet sich dabei nach dem entsprechenden System; es sind dabei Schichtstärken von wenigen µm bis zu 200 µm (0,2 mm) möglich.

Trocknen

Die sogenannte Naßschicht wird im Ofen bei Temperaturen unter 100 °C solange erwärmt, bis der größte Teil der Lösungsmittel verdunstet ist.

Einsintern

Anschließend wird höher erhitzt, bis eine irreversible Reaktion eintritt: Zusammenschmelzen des Materials; Vernetzung von Bindemitteln.